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19 Tote auf der Loveparade in Duisburg

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by Markus, Saturday, December 11th 2010, 12:05pm

Die Massenpanik
Es hätte eine der geilsten und größten Partys der Welt werden sollen, doch es endete in einer Katastrophe! Die Loveparade 2010 in Duisburg forderte mindestens 19 Tote und 340 Verletzte.

Samstag, 24. Juli 2010. Es fing alles ganz ruhig an, die Leute strömten wie gewohnt zur Loveparade und begannen ausgelassen zu feiern. Die Musik lief, der Alkohol floß, die Menschenmengen sammelten sich. Immer mehr und mehr Personen trafen vor dem einzigen Eingang zum Gelände aufeinander, der Unterführung zum Bahnhof. Im inneren des Geländes sind bereits über eine Million Raver am feiern und tanzen, wärend draussen noch etliche Tausend darauf warten, hineingelassen zu werden, doch die Polizei sperrte den Eingang. "Es ist bereits überfüllt!" heißt es und dennoch drängelten sich die Besucher gewaltsam hinein. Mittlerweile hat sich vor dem Eingang eine riesige Menschentraube gebildet, die sich mit aller Kraft nach vorne arbeitete und die Anweisungen der Polizei ignorierte, während auf dem viel zu unterdimensionierten Gelände alles stillstand - Kein Platz mehr um sich zu drehen oder zu wenden. Ein paar Minuten später fing die Tragödie an: Eine Massenpanik brauch vor dem Eingang aus, die Menschen schubbsten und drängelten, sie schrien und fluchten vor Zorn und begannen gnadenlos alles was ihnen in dem Weg stand mit brachialer Gewalt zur Seite zu schieben. Glasflaschen sind geflogen, und es herrschte ein Krach, der wohl die Musik der Main-Stage übertönte, so dass man am Eingang selbst wohl nichts mehr vom Event mitbekommen hat. Einige Personen erleideten bei diesen Gedrängel schwere Verletzungen, andere vielen zu Boden und wurden von den tobenden Menschenmassen überrannt, die Zahl der verstorbenen Gäste stieg im Laufe des Abends auf 19 an, die Anzahl der Verletzten auf ganze 340. Hilferufe, welche aus dem Massen hervorschallten, wurden von der Polizei zum Teil mit Sätzen wie "Wir kommen da gerade nicht durch" beantwortet, und somit war das Thema auch erledigt. Einserseits natürlich verständlich, denn auch bei mehreren tausend Einsatzkräften ist es nahezu unmöglich über 1,4 Millionen Menschen zu überwinden um zu den Verletzten zu gelangen. Andererseits war die Planung des Spektakels von Anfang an nicht gut Durchdacht gewesen.
Wärend also am Eingang die Massenpanik am Laufen war, wurde aus Sicherheitsgründen das normale Programm durchgeführt, um weitere Vorfälle zu vermeiden. Die Verletzten am Eingang und die 1,4 Millionen Besucher, die dann das Gelände verlassen würden, wären einfach zuviel gewesen, daher entschloß man sich, die Musik laufen zu lassen. Über Lautsprecherdurchsagen wurden die Menschen darauf hingewiesen, das Gelände über die Notausgänge langsam und ruhig zu verlassen, was jedoch auch fast unmöglich war, da sich überall riesige Menschentrauben gebildet hatten.

Wer nun an der Massenpanik die Schuld trägt, das ist bisher noch unklar. Einige sagen, die Polizei sei schuld. Andere behaupten, die ungeldudige Menge wäre der Auslöser. Und wiederum Andere sind der Meinung, das der kleine Tunnel, welcher auch der einzige Eingang zum Gelände ist, Schuld an der Massenpanik sei. Jegliche Schuldzuweisungen bringen aber letztendlich nichts, denn rein objektiv betrachtet, ist es nunmal so geschehen, wie es geschehen ist. Duisburg hatte für die Angehörigen eine Hotline eingerichtet, bei der man sich über den Vorfall informieren konnte, ob Freunde und Verwandte verletzt worden sind. Jedoch sind nach Zeugenaussagen die Hotlines stärker überlastet gewesen, als das Partygelände. Auch die Handynetze sind laut Zeugen komplett überlastet gewesen, so das man kaum Zuhause anrufen hätte können, um zum Beispiel bescheid zu geben, das es einem gut geht. Es ist zwar fraglich, aber nicht wunderlich das die Netze des Ruhrgebiets so dermaßen ausgelastet sind, das nichts mehr durchgeht, den für solche Kapazitäten ist definitiv kein Netz ausgelegt.


Das Ende vom Lied
Nie wieder Loveparade in Deutschland!
Nach der Eskalation an der Unterführung wurden die Live-Streams der Loveparade abgeschaltet. Die offizielle Webpräsenz der Loveparade wurde durch folgenden Text ersetzt:


Quoted from "Loveparade.de"


Unser Anliegen, ein fröhliches Miteinander von Menschen durchzuführen, is von den tragischen Unglücksfällen am 24.Juli 2010 überschattet worden.
Daher beenden wir den Livestream zur Loveparade. Unser aufrichtiges Beileid gilt allen Angehörigen und unsere Gedanken sind bei denjenigen,
die derzeit noch versorgt werden müssen.

Die Stadt Duisburg hat eine Hotline eingerichtet, unter der sich besorgte Angehörige informieren können: 0203-94000.

Der "Krisenstab" im Duisburger Rathaus war ratlos, es gab eine Pressekonferenz von den Betreibern und der Stadtverwaltung. In dieser Pressekonferenz gaben die Betreiber bekannt, das nach dem Unglück der Parade nie wieder eine Loveparade auf deutschem Boden stattfinden wird. Dies wird also zur Folge haben, das die Loveparade zukünftig ins Ausland verlegt wird, wenn denn überhaupt noch eine Loveparade stattfinden soll. Technofans sind erschüttert von dieser Nachricht, wobei die Entscheidung aus einem gewissen Blickwinkel nachvollziehbar ist. Die Verantwortung am Tod von 19 Personen möchte niemand wirklich tragen, und schon gar nicht auf einem Festival, an dem eigentlich das friedliche Beisamensein im Vordergrund steht.
Staatsoberhaupt Christian Wulff äußerte sich zu den Geschehnissen mit Betroffenheit und verlangte nach vollständiger Aufklärung: "Eine solche Katastrophe, die während eines friedlichen Festes fröhlicher junger Menschen aus vielen Ländern Tod, Leid und Schmerz verursacht, ist furchtbar", sagte Wulff. Er hoffe, das die Angehörigen schnelle und wirksame Hilfe bekommen "und die Ursachen rückhaltlos aufgeklärt werden"
Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel äußerte sich zutiefst Betroffen zu den Ereignissen: "Zum Feiern waren die jungen Menschen gekommen, stattdessen gibt es Tote und Verletzte."

Das Resultat der Parade am gestrigen Abend lautet also im Endeffekt: 19 Tote, über 340 Verletzte, nie wieder Loveparade. So stelle ich mir jedenfalls kein Mega-Spektakel vor und damit beende ich auch diese News. Zuletzt möchte ich nur im Namen des Technofriends-Team unser Beileid an allen betroffenen Personen, deren Angehörige und Freunde aussprechen.


DJ Skyline


Quellen (Fotos):
twitter.com

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Tags: 2010, Duisburg, house, Katastrophe, Loveparade, Minimal, Techno, Tote, Unglück, Verletzte

Categories: Nachrichten

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Comments (1)

  • 1

    by Jock (Thursday, January 19th 2012, 10:24pm)

    Yeah that's what I'm tlaknig about baby--nice work!

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