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Sunday, July 25th 2010, 12:09pm

19 Tote auf der Loveparade in Duisburg

Die Massenpanik
Es hätte eine der geilsten und größten Partys der Welt werden sollen, doch es endete in einer Katastrophe! Die Loveparade 2010 in Duisburg forderte mindestens 19 Tote und 340 Verletzte.

Samstag, 24. Juli 2010. Es fing alles ganz ruhig an, die Leute strömten wie gewohnt zur Loveparade und begannen ausgelassen zu feiern. Die Musik lief, der Alkohol floß, die Menschenmengen sammelten sich. Immer mehr und mehr Personen trafen vor dem einzigen Eingang zum Gelände aufeinander, der Unterführung zum Bahnhof. Im inneren des Geländes sind bereits über eine Million Raver am feiern und tanzen, wärend draussen noch etliche Tausend darauf warten, hineingelassen zu werden, doch die Polizei sperrte den Eingang. "Es ist bereits überfüllt!" heißt es und dennoch drängelten sich die Besucher gewaltsam hinein. Mittlerweile hat sich vor dem Eingang eine riesige Menschentraube gebildet, die sich mit aller Kraft nach vorne arbeitete und die Anweisungen der Polizei ignorierte, während auf dem viel zu unterdimensionierten Gelände alles stillstand - Kein Platz mehr um sich zu drehen oder zu wenden. Ein paar Minuten später fing die Tragödie an: Eine Massenpanik brauch vor dem Eingang aus, die Menschen schubbsten und drängelten, sie schrien und fluchten vor Zorn und begannen gnadenlos alles was ihnen in dem Weg stand mit brachialer Gewalt zur Seite zu schieben. Glasflaschen sind geflogen, und es herrschte ein Krach, der wohl die Musik der Main-Stage übertönte, so dass man am Eingang selbst wohl nichts mehr vom Event mitbekommen hat. Einige Personen erleideten bei diesen Gedrängel schwere Verletzungen, andere vielen zu Boden und wurden von den tobenden Menschenmassen überrannt, die Zahl der verstorbenen Gäste stieg im Laufe des Abends auf 19 an, die Anzahl der Verletzten auf ganze 340. Hilferufe, welche aus dem Massen hervorschallten, wurden von der Polizei zum Teil mit Sätzen wie "Wir kommen da gerade nicht durch" beantwortet, und somit war das Thema auch erledigt. Einserseits natürlich verständlich, denn auch bei mehreren tausend Einsatzkräften ist es nahezu unmöglich über 1,4 Millionen Menschen zu überwinden um zu den Verletzten zu gelangen. Andererseits war die Planung des Spektakels von Anfang an nicht gut Durchdacht gewesen.
Wärend also am Eingang die Massenpanik am Laufen war, wurde aus Sicherheitsgründen das normale Programm durchgeführt, um weitere Vorfälle zu vermeiden. Die Verletzten am Eingang und die 1,4 Millionen Besucher, die dann das Gelände verlassen würden, wären einfach zuviel gewesen, daher entschloß man sich, die Musik laufen zu lassen. Über Lautsprecherdurchsagen wurden die Menschen darauf hingewiesen, das Gelände über die Notausgänge langsam und ruhig zu verlassen, was jedoch auch fast unmöglich war, da sich überall riesige Menschentrauben gebildet hatten.

Wer nun an der Massenpanik die Schuld trägt, das ist bisher noch unklar. Einige sagen, die Polizei sei schuld. Andere behaupten, die ungeldudige Menge wäre der Auslöser. Und wiederum Andere sind der Meinung, das der kleine Tunnel, welcher auch der einzige Eingang zum Gelände ist, Schuld an der Massenpanik sei. Jegliche Schuldzuweisungen bringen aber letztendlich nichts, denn rein objektiv betrachtet, ist es nunmal so geschehen, wie es geschehen ist. Duisburg hatte für die Angehörigen eine Hotline eingerichtet, bei der man sich über den Vorfall informieren konnte, ob Freunde und Verwandte verletzt worden sind. Jedoch sind nach Zeugenaussagen die Hotlines stärker überlastet gewesen, als das Partygelände. Auch die Handynetze sind laut Zeugen komplett überlastet gewesen, so das man kaum Zuhause anrufen hätte können, um zum Beispiel bescheid zu geben, das es einem gut geht. Es ist zwar fraglich, aber nicht wunderlich das die Netze des Ruhrgebiets so dermaßen ausgelastet sind, das nichts mehr durchgeht, den für solche Kapazitäten ist definitiv kein Netz ausgelegt.


Das Ende vom Lied
Nie wieder Loveparade in Deutschland!
Nach der Eskalation an der Unterführung wurden die Live-Streams der Loveparade abgeschaltet. Die offizielle Webpräsenz der Loveparade wurde durch folgenden Text ersetzt:


Quoted from "Loveparade.de"


Unser Anliegen, ein fröhliches Miteinander von Menschen durchzuführen, is von den tragischen Unglücksfällen am 24.Juli 2010 überschattet worden.
Daher beenden wir den Livestream zur Loveparade. Unser aufrichtiges Beileid gilt allen Angehörigen und unsere Gedanken sind bei denjenigen,
die derzeit noch versorgt werden müssen.

Die Stadt Duisburg hat eine Hotline eingerichtet, unter der sich besorgte Angehörige informieren können: 0203-94000.

Der "Krisenstab" im Duisburger Rathaus war ratlos, es gab eine Pressekonferenz von den Betreibern und der Stadtverwaltung. In dieser Pressekonferenz gaben die Betreiber bekannt, das nach dem Unglück der Parade nie wieder eine Loveparade auf deutschem Boden stattfinden wird. Dies wird also zur Folge haben, das die Loveparade zukünftig ins Ausland verlegt wird, wenn denn überhaupt noch eine Loveparade stattfinden soll. Technofans sind erschüttert von dieser Nachricht, wobei die Entscheidung aus einem gewissen Blickwinkel nachvollziehbar ist. Die Verantwortung am Tod von 19 Personen möchte niemand wirklich tragen, und schon gar nicht auf einem Festival, an dem eigentlich das friedliche Beisamensein im Vordergrund steht.
Staatsoberhaupt Christian Wulff äußerte sich zu den Geschehnissen mit Betroffenheit und verlangte nach vollständiger Aufklärung: "Eine solche Katastrophe, die während eines friedlichen Festes fröhlicher junger Menschen aus vielen Ländern Tod, Leid und Schmerz verursacht, ist furchtbar", sagte Wulff. Er hoffe, das die Angehörigen schnelle und wirksame Hilfe bekommen "und die Ursachen rückhaltlos aufgeklärt werden"
Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel äußerte sich zutiefst Betroffen zu den Ereignissen: "Zum Feiern waren die jungen Menschen gekommen, stattdessen gibt es Tote und Verletzte."

Das Resultat der Parade am gestrigen Abend lautet also im Endeffekt: 19 Tote, über 340 Verletzte, nie wieder Loveparade. So stelle ich mir jedenfalls kein Mega-Spektakel vor und damit beende ich auch diese News. Zuletzt möchte ich nur im Namen des Technofriends-Team unser Beileid an allen betroffenen Personen, deren Angehörige und Freunde aussprechen.


DJ Skyline


Quellen (Fotos):
twitter.com
TuningRadio

This post has been edited 5 times, last edit by "DJ Skyline" (Jul 25th 2010, 1:13pm)


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Sunday, July 25th 2010, 7:14pm

Echt schlimme Sache.
Ich habe erst heute Mittag davon erfahren, weil ich das Wochende über in Cuxhaven war und wir Nachrichtentechnisch komplett abgeschottet waren. Ich habe auch nur davon erfahen weil mir ein Freund eine SMS geshickt hat, und ich zufällig doch mal das Handy angemacht habe.
Gott sei Dank scheint ja keiner von uns irgendwie Betroffen gewesen zu sein.

Sowas hätte niepassieren dürfen. Hoffentlich werden die Verantwortlichen dafür auch zur Verantwortung gezogen.
Schade das dies wohl erstmal für lange Zeit das Ende der Loveparade bedutet, und damit auch ein Stück Technokultur zuende geht.

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Sunday, July 25th 2010, 8:19pm

Die Frau Eva Herman hat aber auch nen absoluten Schuss weg...

Quoted from "Eva Herman"

Sex-und Drogenorgie Loveparade: Zahlreiche Tote bei Sodom und Gomorrha in Duisburg

Die Loveparade in Duisburg ist zu einem Sodom und Gomorrha mit katastrophalen Folgen geworden: Mindestens neunzehn Tote, über 340 Verletzte. Bei einer Massenpanik wurden die jungen Menschen zertrampelt, stürzten von meterhohen Gerüsten herunter, über die sie sich hatten retten wollen, sie fielen bewusstlos um und gingen in den wildgewordenen Massen unter. [...] Friedliches Fest fröhlicher junger Leute? Wer die Loveparade kennt und wer der Berichterstattung am Samstagabend über mehrere Stunden im Fernsehen gefolgt ist, kommt allerdings zu einem völlig anderen Ergebnis:

Dieses ‘friedliche Fest fröhlicher junger Menschen’ ist in Wahrheit eine riesige Drogen-, Alkohol- und Sexorgie, geplant, genehmigt und zum Teil finanziert von der Stadt Duisburg und NRW. Als handele es sich um eine Kultur-Veranstaltung auf höchstem Niveau, waren Politik und Medien, allen voran der öffentlich-rechtliche WDR, schon im Vorfeld um eine lückenlose Berichterstattung bemüht. Schließlich ist das Ruhrgebiet Kulturhauptstadt 2010 geworden. Und die größte Tanzparty der Welt, die Loveparade, ist einer der absoluten Höhepunkte des Jahres! Stolz heißt es in den Vorankündigungen: ‘Die maximale Tongesamtleistung auf dem Gelände beträgt 750 000 Watt. Es handelt sich um eins der größten Beschallungssysteme, das je in Europa zum Einsatz kam.’

Doch was ist das in Wahrheit für eine ‘Kulturveranstaltung’? Wer sich die Bilder der Loveparades aus den zurückliegenden Jahren ansieht, glaubt, in der Verfilmung der letzten Tage gelandet zu sein, wie sie in der Bibel beschrieben werden. Viele der Partygäste wirken auch in diesem Jahr bereits lange vor dem Unglück wie ferngesteuert. Betrunken oder vollgekifft, mit glasigen Blicken, wiegen sich die dünn bekleideten Körper in rhythmischem Zucken wie in Trance.

Das ohrenbetäubende, stereotype Rave-Gehämmere, das nicht mehr im Geringsten etwas mit dem einstmaligen Begriff von Musik zu tun hat, zerschmettert ihnen über zahllose Stunden Trommelfelle und Nervenkostüme. Doch das scheint den 1,4 Millionen Partygästen nichts auszumachen. Sie wussten, was sie erwartet, haben sich freiwillig dazu entschieden, hierher zu kommen. Viele Mädchen haben den Busen blank gezogen, manche sind fast völlig nackt. Sie wiegen sich in ekstatischer Verzückung im ohrenbetäubenden Lärm, Begriffe wie Sittlichkeit oder Anstand haben sich in den abgrundtiefen Bassschlägen ins Nichts aufgelöst.

[...]

Nachdem die Ausmaße des Unglücks deutlich werden, sprechen die betroffen wirkenden Moderatoren dann gebetsmühlenartig davon, dass die jungen Leute doch ganz friedlich und nur unter dem Motto der Liebe zusammengekommen seien. Liebe? Oder Triebe? Man muss nicht ausgesprochen prüde sein, um sich hier nach kurzer Zeit mit Grausen abzuwenden. Riesige dunkle Wolken der Enthemmung und Entfesselung treiben über dem Geschehen, die jungen Menschen wirken, als hätten sie jegliche Selbstkontrolle abgegeben, ekstatisch und wie im Sog folgen sie dem finsteren Meister der sichtbaren Verführung.

[...]

Das ist die Kehrseite der Medaille über die Loveparade, die laut dem neuen Bundespräsidenten Wulff ein ‘friedliches Fest fröhlicher, junger Menschen’ sein sollte. Man fragt sich, welche Veranstaltung der Mann wirklich meint? Den Musikantenstadl vielleicht?

[...]

Selten wurde ein Begriff mehr durch den Dreck gezogen als bei der Loveparade. Man fragt sich verzweifelt, welche Definition von ‘Liebe’ die jungen Menschen durch derartige und leider selbstverständlich gewordene Falschbezeichnungen für das eigentlich Schönste und Höchste in dieser Schöpfung erhalten müssen? Die unheilvollen Auswüchse der Jetztzeit sind, bei Licht betrachtet, vor allem das Ergebnis der Achtundsechziger, die die Gesellschaft ‘befreit’ haben von allen Zwängen und Regeln, welche das ‘Individuum doch nur einengen’. Wer sich betrunken und mit Drogen vollgedröhnt die Kleider vom Leib reißt, wer die letzten Anstandsrnormen feiernd und tanzend einstürzen lässt, und wer dafür auch noch von den Trägern der Gesellschaft unterstützt wird, der ist nicht weit vom Abgrund entfernt. Die Achtundsechziger haben ganze Arbeit geleistet!

[...]

Für die Zukunft wurden jedoch Weichen gestellt: Denn das amtliche Ende der ‘geilsten Party der Welt’, der Loveparade, dürfte mit dem gestrigen Tag besiegelt worden sein! Eventuell haben hier ja auch ganz andere Mächte mit eingegriffen, um dem schamlosen Treiben endlich ein Ende zu setzen.

Quelle: http://www.politblogger.eu/eva-herman-zu…-selbst-schuld/
TuningRadio

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Monday, July 26th 2010, 6:32am

Ein wenig Weltfremd der Beitrag von der guten Eva.
Auch der Dr. Motte verbreitet ja momentan seine äußerst qualifizierten Ansichten. Dabei war der höchstwahrscheinlich nicht mal vor Ort. Sondern hat seine Infos auch nur aus der Zeitung.

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toro

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5

Monday, July 26th 2010, 9:02pm

Früher kamen vom Veranstalter immer die Besucherzahlen von 1,x Millionen, während die Medien das (gemäß Polizeiangaben) wieder nach unten korrigiert haben.
Dieses Jahr ist es umgekehrt.

Es ist halt Massen die sich nicht einschätzen lassen!
Spätestens auf dem Rückweg, wenn nach dem Finale alle gleichzeitig wieder da weg wollen, wäre das nicht gut gegangen.
Auf dem Hinweg kommen ja die Leute noch "relativ" verteilt da an.

Seit dem die Loveparade keine "Demo" mehr ist, wurde halt mit allen Mitteln versucht das Ganze am Leben zu erhalten.
Die Location in Duisburg war da sicherlich nicht die erste Wahl.
Selbst mit gut durchdachten Sicherheitsmaßnahmen, welche es ja durchaus gegeben hat, war die Planung viel zu blauäugig.

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Tuesday, July 27th 2010, 8:32am

Geschichte der Loveparade 1989-2008

Geschichte der Loveparade 1989-2008

LINK GELÖSCHT

This post has been edited 1 times, last edit by "Markus" (Jul 27th 2010, 10:18am) with the following reason: Zuviel Werbung unter der angegebenen Adresse. Hat auch nicht viel mit dem Thema hier zu tun. Da will sich wohl jemand an dem Thema noch bereichern!


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Monday, August 30th 2010, 6:17pm

Hier die Darstellung der Geschehnisse der Lopavent GmbH:


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